Ibiza – und wie es mit M4HR weitergeht

Wir sind angetreten unter dem Motto „Wir singen, bis die Regierung geht“. Glücklicherweise haben wir in euch aktive, kreative, herzliche und energiegeladene MitstreiterInnen gefunden.
Nun ist zwar die derzeitige Regierung schon fast Geschichte, aber leider will der verbleibende türkise Kanzler die Alleinherrschaft antreten und sich zum Autokraten küren lassen.
Für Kurz waren die Blauen praktische Wegbereiter für seine unmenschliche, gnadenlos wirtschaftsorientierte und autokratische Politik. Jetzt will er diesen Weg alleine weitergehen. Die Grenzen des Sagbaren, des Machbaren wurden durch die FPÖ ausgedehnt, sie haben ihren Teil für ihn erledigt. Jetzt kann Kurz weiter seine Ideen umsetzen. Er hat das ja auch selber in einem Interview im September 2018 gesagt: „Vieles von dem, was ich heute sage, ist vor drei Jahren noch massiv kritisiert und als rechtsradikal abgetan worden, das hat sich geändert. Vor einem Jahr konnte man schon sachlich darüber diskutieren, (…). Damit hat er deutlich gesagt, wo er steht.
Kurz, der Routenschließer, bezeichnet die NGOs, die im Mittelmeer Menschenleben retten, als Schlepper und betreibt in Orwellscher Manier message control. Sein Freund René Benko hat fast je ein Viertel der Anteile an der Krone und am Kurier gekauft. Seither hat sich die Berichterstattung des Kurier eindeutig zu seinen Gunsten gewandelt. Medien unter Kontrolle bringen, auch etwas, das er ziemlich offen anstrebt.
„Nur wenn wir eindeutig den Ton angeben, können wir die Veränderung fortsetzen“, sagte Sebastian Kurz in seiner Rede am Samstag. Wir wollen keine Fortsetzung dieser Veränderungen. Wir wollen ein Österreich der Solidarität, der Humanität, der Demokratie und der Menschenrechte und ganz sicher keinen Kanzler, der in autokratischer Manier eine Alleinherrschaft anstrebt.
In diesem Sinne halten wir Kurz für einen äußerst gefährlichen Machtpolitiker, der sogar billigend in Kauf nimmt, dass in seiner Regierung Nazis schalten und walten, solange es ihm und seiner Politik förderlich ist.
Und deshalb werden wir zumindest bis zu den Neuwahlen weitersingen um gegen diese Form der Politik unsere Stimmen zu erheben. Nach den Wahlen denken wir dann erneut nach, wie es weitergehen wird. Wir überlegen auch noch, die wöchentlichen Termine auf den Ballhausplatz vor das Bundeskanzleramt zu verlegen. Vorerst jedoch singen wir noch am Minoritenplatz.
Wir hoffen, ihr seid weiterhin dabei und mit uns laut für ein demokratisches Österreich der Menschlichkeit.